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Karate | Trainer und Training | Wado-Ryu, Wado-Kai, Kono-Stil | Links

Wado Ryu / Wado-Kai / Kono-Stil

Das Dojo des TVA betreibt Wado-Kai, Kono-Stil.

Der Begriff Wado-Kai setzt sich aus drei Silben zusammen: Wa = Frieden, Harmonie,
Do = Weg und Kai = Mensch, Organisation, Treffen, Gesellschaft.

Die ursprüngliche Bedeutung von Wado-Ryu ist Wado-Stil, die von Wado-Kai ist Wado-Organisation. Beide Worte wurden lange Zeit als Synonym benutzt.

T. Kono gründete 1976 den Wado-Kai in Deutschland. Als sich der Wado-Kai dem DKV anschloss wurde immer noch vom Wado-Stil (Ryu) geredet. International gab es als Organisation zunächst nur den Wado-Kai. Im November 1981 gründete Hironori Ohtsuka (gestorben 1982) einen neuen Verband mit dem Namen Wado-Ryu als Abgrenzung zum Wado-Kai.

Ende 2000 wurde im Rahmen des DKV neben Wado-Ryu wieder der Wado-Kai als Stil durch einige „Kono-Anhänger“ gegründet. Dieser Wado-Kai Stil wird auch Kono-Stil genannt, weil er auf Ideen, Techniken, Übungen, und der Philosophie von T. Kono basiert.

 

Sensei Tuero Kono

1934 wurde Tuero Kono in Yokohama geboren. Bereits mit sechs Jahren begann er Karate zu erlernen.
Später, während seines Architektur- und Ingenieurstudiums an der Nichidai Universität in Tokyo, trainierte er intensiv bei Professor Hinonori Ohtsuka. Dieser setzt sich besonders für die Einführung von Wettkämpfen (Kumite) ein. Vier Jahre lang war Tuero Kono der beste Kämpfer Japans.

Danach gab er sein Können als Trainer vieler Universitätskarateclubs in Japan ( u.a. Chuba, Chukyo, Aichi, Nagoya) und später in Europa ( Leuven und Mons in Belgien, Belgrad in Jugoslawien, Hamburg) weiter. Darüber hinaus war er Nationaltrainer von Mitteljapan, England, Holland, Jugoslawien und Deutschland.
Im Laufe seines Lebens unterrichtete er in Amerika und fast allen europäischen Ländern. In seine letzten Jahren legte er den Schwerpunkt auf Lehrgänge in Deutschland, der Schweiz, Ungarn, Rumänien, Mazedonien und Bulgarien.

Tuero Kono war ein Mensch mit ungewöhnlichen körperlichen und geistigen Fähigkeiten. Er hinterließ einen Teil seines Wissens in drei Lehrbüchern.

Als T. Kono anfing sein Karate in Deutschland zu verbreiten, stellte er durch unerbittlich hartes Training innerhalb kürzester Zeit eine schlagkräftige, eingeschworene Gruppe zusammen, die viele Jahre bei Wettkämpfen auf internationaler Ebene sehr erfolgreich war.
Die Reduzierung auf bestimmte Wettkampftechniken (Tobikomizuki und Gyakuzuki) bedauerte er sehr. In diesem Sinne nahm er mit 50 Jahren nochmals als aktiver Kämpfer an der offenen japanischen Meisterschaft teil. Dort „demonstrierte“ er unter Wettkampfbedingungen, dass auch Würfe, Stopmaegeri, Ausweichbewegungen und andere sonst nur selten benutzte Fußtechniken zu Erfolg führen können. Leider wurde er wegen zu großer Härte disqualifiziert. Daraufhin stellte ihn seine ehemalige Universität spontan als Mannschaftskapitän auf. Die folgenden Mannschaftskämpfe gewann T. Kono ohne Ausnahme.

Tuero Kono hatte immer klare Vorstellungen, wie sich das Karate von einem Dan-Grad zum nächsten steigern müsste. Dan-Grad Verleihungen waren für ihn nur in absoluten Ausnahmefällen akzeptabel. Er selbst legte zum 8. Dan eine mehrstündige, technisch beeindruckende Prüfung ab.

Neben dem Dojo war T. Kono auch in der Karatepolitik erfolgreich. Er gründete in mehreren europäischen Ländern Karate-Organisationen, unterstützte viele Länder bei der Aufbauarbeit, war Präsident der Federation of European Wado-Kai,  Präsident der Wado-Kai Instruktor Organization und Wado-Cheftrainer für Europa. Sein Ziel war immer, gutes, anspruchsvolles Karate zu verbreiten. Das sportliche Karate sah er stilrichtungsübergreifend durch den DKV und  die Sportverbänder repräsentiert. Die Stilrichtungen spielten für ihn vor allem für das Budo-Karate und hier insbesondere als Anspruch an höhere Dan-Grade eine Rolle.

Tuero Kono war eine herausragende und außerordentliche Persönlichkeit. Er vereinigte viele der erstrebten Budo-Tugenden. Seine Härte und Kampfbereitschaft sind legendär genauso wie seine Kunst des Gebens. Tuero Kono verstarb am 22.4.2000.

 

 


 

 

 

 
 

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